Viel Applaus für gemischten Chor Salto Chorale

Abendunterhaltung mit Musical-Hits und dem Kinderchor in der Mehrzweckhalle Unterhörstetten kam gut an

 (ol) Mit der Titelmelodie von «Phantom of the Opera» war an der Premiere vom Freitagabend mit dem gemischten Chor Salto Chorale ein stimmiger Anfang gemacht. In der Mehrzweckhalle Unterhörstetten spendeten die rund 250 anwesenden Gäste grossen Applaus. Am Samstag folgten zwei weitere Aufführungen. Dirigent Sven Mendel hatte mit den 28 Sängerinnen und Sängern ein vielfältiges Liedergut vorbereitet. «Ganz nach dem Genre von Broadway wagen wir uns an anspruchsvolle Musical-Hits von grossen Interpreten heran», hatte die Präsidentin Maya Haring das Publikum im festlich dekorierten Saal fröhlich begrüsst. Man möge den Sängern verzeihen, dass niemand wie auf den grossen Bühnen zum Tanz ansetze, fügte die Präsidentin an. Umso mehr gefiel der klangvolle Gesang. Zusätzlich waren noch zahlreiche Talente unter den Chormitgliedern auszumachen. Denn im zweiten Teil des Programms boten diese in eigens einstudierten Rollen ein unterhaltsames Lustspiel.

Stimmige Hits, unterhaltsam das Programm

Doch zurück zum Konzert: Moderatorin Andrea Fröhlich hatte das nächste Lied als ein Zärtliches angekündigt. Mit «Kann es wirklich Liebe sein» aus König der Löwen wurden die Sänger dem Liedtitel in deutscher Sprache gefühlvoll gesungen gerecht. Charmant führte die Moderatorin informativ durch den Abend. Mit dem ABBA-Hit «Honey, Honey» schwelgten die Gäste im Saal in Erinnerungen. In einem musikalischen Medley setzten die Sänger die biblische Geschichte aus «Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat» von Andrew Lloyd Webber um, einem Lieblingsstück des Chores, wie die Moderatorin verriet. Im zweiten Liederblock ergänzten zwölf Kinder, bunt zusammengewürfelt aus der Gemeinde, mit schönen Liedern. Gemeinsam mit den Kindern wurde auf das Musical «Die Schöne und das Biest» eingestimmt. Mit «Ich lass los» aus «Die Eiskö- nigin» erzählten die Singstimmen von der Welt des ewigen Eises. Und als Dauerbrenner der 70er-Jahre mit der rebellischen Jugend aus der Zeit von John Travolta wurde man mit dem Musical Grease zum «You’re the One That I Want» wunderbar gerecht. Mit viel Begeisterung gesungen, erfreute ein Medley aus dem klassischen Melodienstrauss von «Mary Poppins». Klar, verlangte das Publikum nach einer Zugabe. Eine kulturelle Bereicherung seien die Auftritte des Chores, sagte Besucherin Brigitte Herzog. Präsidentin Maya Haring ermunterte Singbegeisterte zum aktiven Mitsingen. Geprobt werde immer am Mittwoch, abwechselnd im Hubschulhaus Steckborn und auf der Bühne Unterhörstetten.

Es gab viel zu lachen

Im zweiten Unterhaltungsteil bot das Lustspiel in einem Akt «Glück im Spiel – Päch im Stall» eine grosse Heiterkeit. Die Rollen sind passend verteilt von Regisseur Hans Stoller. Die Geschichte handelte von Bauer Christoph Zwicky (Peter Kern). Dieser ist ein gemütlicher Mensch, der in seiner Arbeit aufgeht. Seine Frau Hedi ist vor zwei Jahren gestorben und gerne würde er wieder heiraten. Da wäre die nette Karin Harzenmoser (Anita Jäckle) von der Spitex, die sich rührend um seine Mutter Alma (Maya Haring) kümmert, aber Christoph tut sich schwer, seine Liebe zu zeigen. Die rüstige Alma ist jedoch ins Altersheim umgezogen, dafür ist seine spielsüchtige Schwester aus Frankreich (Sina Widmer) zurückgekommen und macht ihm das Leben schwer. Sein Neffe (Tobias Jäckle) und der Lehrling (Flurin Haring) sollen die elektrischen Leitungen legen und tun sich schwer damit. Die Gesundheit der Kühe im Stall hat nachgelassen. Bauer Zwicky ist kurz vor dem Verzweifeln. Alles ändert sich plötzlich, als Vivienne Laugenstängel (Elisabeth Tobler) mit einem Geldcheck auftaucht und Alma auf einer Harley Davidson aus dem Altersheim ausbricht. Die Geschichte nimmt dann doch noch ein glückliches Ende.

 

Quelle: Bote vom Untersee, 9.1.2018  von Manuela Olgiati